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Ein Tag am Meer

Naja, eigentlich Wattenmeer. Ich hatte gar nicht gewusst, dass es das in Taiwan auch gibt, aber bei einer Insel liegt es ja auch irgendwie nahe. Ich habe aber schon wieder vergessen, wo es genau war. Von Taichung aus etwa eine Stunde mit dem Auto und wenn ich mich recht erinnere war ich dort an meinem Geburtstag vor vier Jahren (!) auch schon dort, damals aber nicht im eigentlichen Watt.

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Es ist wirklich ein angenehmer Kontrast zu der Großstadt, keine Hochhäuser, kilometerweite Sicht und saubere Luft. Wir sind etwa eine Stunde im Watt gewandert, bis wir dann auch an den richtigen Strand gekommen sind, mit Blickrichtung nach China, das von dort aus nicht sehr weit entfernt ist. Auf jeden Fall war es ein lohnenswerter Ausflug in das taiwanesische Wattenmeer. :)

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Birthday Alaaaaarm

In den letzten Monaten habe ich so ungefähr ein Dutzend E-Mails mit der Bitte meinen Geburtstag in des Absenders Kalender einzutragen erhalten, was ich natürlich immer brav gemacht habe. Typische Dienstleister dieser Art sind Webangebote wie Birthday Reminder oder Birthday Alarm, bei denen man sich ganz schnell auch mal “versehentlich” anmelden kann, wenn man mal nicht so genau auf die ganzen Häkchen achtet. Wie auch immer, zu meinem Geburtstag vor drei Tagen hätte ich ja also von einer Flut von Glückwünschen aus allen Teilen der Welt per E-Mail getroffen werden müssen, mehr als eine kleine La Ola Welle kam aber nicht zu Stande…..

Nun bin ich nicht wirklich scharf darauf, mir von allen möglichen Leuten weltweit zu meinem 25. + 1. Geburtstag gratulieren zu lassen, die Jahre gehen ohnehin immer schneller vorbei, aber die Absender der besagten E-Mails hätte ich schon gerne gefragt, worin der eigentliche Sinn besteht, jemanden explizit um die Angabe seines Geburtstags zu bitten, ohne an diesen dann auch wirklich gratulierend tätig zu werden.

Eigentlich hatte ich ja gar nichts besonderes vor. Hatte ich im letzten Jahr noch extra zwei Torten gekauft, um in der Schule und auf der Arbeit zu feiern, habe ich mir dieses Jahr das Geld gespart. Das Gute war … in der Schule haben wir an diesem Tag unseren umgerechnet 1,75 Euro schweren All-you-can-eat Gutschein auf den Kopf gehauen und ansonsten hatte ich den Tag frei. :)

Um den Abend dennoch ein wenig feierlich zu gestalten, sind wir

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mal wieder ins Goethe eingekehrt, um richtig gut zu essen

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und zu trinken

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Lustig war es und bessere Möglichkeiten sein Geld auszugeben gibt es ja wohl kaum.

A propos Geld ausgeben. Als Geburtsgeschenk habe ich mich in diesem Jahr aus aktuellem Anlass für ein gesundheitlich wertvolles Präsent entschieden, außerdem musste mein Geburtsgeschenk an Cindy ja wieder ausgeglichen werden, so dass es ein Paar Original Birkenstock Modell New York in Größe 44 gegeben hat. Preis in Taiwan umgerechnet um die 65 Euro…..

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Chinesische Medizin

Vor drei Wochen ist mir in Taiwan das passiert, was mir wohl früher oder später einfach mal passieren musste: Ich habe mich so richtig verletzt, so dass ich umfangreiche medizinische Hilfe benötigte. Keine Angst, an mir ist noch alles dran und es ist nichts, über was man sich ernsthaft Sorgen machen müsste, aber ein bisschen nachdenklich macht es schon. Was war passiert?

Am Samstag vor drei Wochen war ich zu einer Studentenabschlussfeier der TaiDa eingeladen, zu der ich von meiner Wohnung aus nach Taipeh fahren wollte. Leider bin ich nicht sehr weit gekommen, da ich gerade mal nach zwei Minuten Fußweg beim Heruntersteigen einer Stufe auf die Straße so unglücklich mit dem Fuß umgeknickt bin, dass im wahrsten Sinne des Wortes nichts mehr ging.

Ich bin derartige Missgeschicke aus meinen noch etwas sportlicheren Zeiten ja noch gewöhnt und so war mir ziemlich schnell klar, dass das leider wohl etwas Größeres sein musste. Ich habe es dann noch irgendwie die zwei Minuten zurück nach Hause geschafft (bis in den 6. Stock) und dann bei Cindy erst einmal eine kleine Panikreaktion verursacht. Die erste Maßnahme bei so was ist natürlich: EIS. Nun haben wir standardmäßig kein Eis bei uns im Kühlschrank und das einzige, was auf die Schnelle so aufzutreiben war, war nichts geringeres als ein 5kg schwerer Eisbeutel, beinahe so groß wie Cindy selbst. ;)

Das nächste Problem war dann einen geeigneten Arzt bzw. Krankenhaus zu finden, es war Samstag Mittag und die Krankenstation der Uni nicht mehr geöffnet, außerdem würde ich dort sowieso nicht freiwillig hingehen. Im Internet gibt es zum Glück umfassende Informationen über umliegende Arztpraxen und Krankenhäuser und Cindy hatte auch schon bald einen Arzt für chinesische Medizin in der Nähe gefunden. Chinesische Medizin? Jaja, westliche oder chinesische Medizin, das war jetzt die Frage. Da es mir relativ egal war, wer mir denn nun hilft, solange mir überhaupt geholfen wird, haben wir uns für die chinesische Variante entschieden.

Also vom 6. Stock die Treppe wieder herunter gehumpelt (…und dabei den Hausbesitzer dafür verflucht, keinen Fahrstuhl einbauen zu lassen), ins Taxi rein und zum Arzt gefahren. Zu dumm leider, dass dieser nicht über ein Röntgengerät verfügte, welches wohl auch in der chinesischen Medizin Einzug gehalten hat. Ein solches sollte aber gleich in einer Krankenstation um die Ecke vorhanden sein. Um die Ecke, schön und gut, mit zwei gesunden Füßen ein Kinderspiel, mit nur einem gesunden und einem mittlerweile auf doppelte Größe angeschwollenen zweiten Fuß nicht mehr ganz so erheiternd. Und das Beste: Die Krankenstation hatte zu!

Diese Erkenntnis trug dann nicht gerade zu meiner Erheiterung bei und ließ Cindy und mich zu der Entscheidung kommen, wohl doch besser in ein normales, nach westlicher Medizin behandelndes Krankenhaus zu fahren. Dort angekommen lief dann alles soweit wie aus Deutschland gewohnt, das heißt erst einmal musste ich warten. ;) Dann ging es ab zum Röntgen und danach zum Arzt, der mir versichern konnte, dass zumindest nichts gebrochen oder gerissen war. Gut zu wissen, allerdings sind Dehnungen und Verstauchungen im Allgemeinen ja noch schmerzhafter als Brüche oder Risse, zumindest ist das meine Erfahrung.

Was es gab war ein Druckverband und ein Rezept für ein paar Tabletten mit dem Hinweis auf PECH: Pause Eis Compression Hochlagern. Somit war erstmal die Erstversorgung abgeschlossen, ungefähr drei Stunden nachdem die Verletzung aufgetreten ist. Es wäre jetzt ungerecht das nach deutschen Maßstäben zu vergleichen, vor allem nicht mit meiner Heimatstadt. Dort hätte ich genau gewusst wohin ich hätte fahren müssen, hier in Xinzhuang haben wir dies aber nicht und verglichen zu Northeim ist es ja auch nur 12-mal größer…..

fuss1Was in den folgenden Tagen blieb, war die riesige Schwellung des Fußes nebst Schmerzen und absoluter Unfähigkeit den Fuß überhaupt irgendwie bewegen zu können. Schule und Arbeit war damit natürlich ausgeschlossen und nach einiger Diskussion und guten Ratschlägen habe ich mich dann doch nochmals entschlossen es mit chinesischer Medizin zu versuchen. Zitat: “Geht wirklich schneller, nur zwei, drei Tage und du kannst wieder laufen”.

fuss2Muss wohl für Ausländer nicht gelten, denn trotz Akupunktur, Reizstrom, Wärmelicht, Dampfbestrahlung, der Einnahme des bittersten Getränks auf Erden, drei Mal täglicher Einnahme eines Pulvers gegen alles und dem schmerzhaften Herumdrücken aller Stellen des Körpers, die wirklich wehtun (…schon mal die Kniescheibe schön rotieren lassen?) hat sich kein durchschlagender Erfolg erzielen lassen. Der Kommentar meines Physiotherapeuten: “Man, bei dir ist irgendwie alles kaputt!”

fuss3Mag sein, aber bislang konnte ich trotzdem noch ohne Beschwerden aufrecht laufen, was zu diesem Zeitpunkt nicht ging. Wie haben wir schließlich das Problem in den Griff bekommen? Natürlich war unser bester Freund und Helfer, der Apotheker auf der anderen Straßenseite, mal wieder der Retter in der Not. Am Mittwoch, mittlerweile waren 12 Tage vergangen, bekam Cindy nach Schilderung des Problems sechs kleine Beutel mit jeweils sechs verschiedenen Tabletten, die ich jeweils morgens und abends einzunehmen hatte. Am Donnerstagabend hatte ich das erste Mal wieder ein Gefühl der Kontrolle über meinen Fuß und am Freitagmorgen, oh Wunder, konnte ich wieder auf zwei Beinen stehen und schon wieder etwas herumlaufen!

Ein Teufelszeug muss dieser Pillenmix sein, deswegen hab ich Cindy losgeschickt und noch mal Nachschub holen lassen. Natürlich waren die Beschwerden nicht schlagartig verschwunden, aber ich konnte wieder einigermaßen laufen und viel wichtiger noch, wieder zur Schule und zur Arbeit gehen, welches ganze zwei Wochen einfach nicht möglich war.

Meine Behandlung nach chinesischer Medizin habe ich dennoch abgeschlossen, da sie für meinen Fuß zwar nicht viel gebracht hat, es meinem Rücken aber dadurch besser ging. ;)

fuss4Die ganze Aktion hat mal so kurz überschlagen umgerechnet etwa 150 Euro gekostet, also Behandlung und Röntgen im Krankenhaus, Medikamente, Behandlung nach chinesischer Medizin und Transportkosten. Bis auf letzteres werde ich alles von der studentischen Unfallversicherung zurückerstattet bekommen. Als Fazit kann man wohl sagen, dass es schlimmer hätte kommen können, angesichts der Dauer meines Ausfalls hoffe ich aber, dass so etwas nicht so schnell wieder passiert.

Mensch, das war aber auch ein Theater hier in den letzten Wochen! Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habe neben meinem Chinesischstudium und den zahlreichen Nebenjobs die restliche Zeit dieses Monats damit verbracht, Theateraufführungen der Deutschabteilung hier an der Fu Jen Universität mit vorzubereiten. Geringfügig wurde ich dafür sogar bezahlt, obwohl es für mich darum eigentlich nicht ging. Ich finde, es macht einfach Spaß mit Deutschlernenden Taiwanern zusammen zu arbeiten, vor allem jetzt, da ich ihnen so manche Dinge auch auf Chinesisch erklären kann.

Insgesamt kann ich mich für drei verschiedene Theateraufführungen mitverantwortlich zeichnen, wobei es bei mir in erster Linie um Aussprache und darstellendes Spiel ging. Die ersten beiden Aufführungen waren im Rahmen eines schulinternen Wettbewerbs des ersten Jahrgangs der Deutschabteilung von Studenten, die also gerade erst etwas mehr als ein halbes Jahr Deutsch gelernt haben. Es ging um die Aufführung kurzer Theaterstücke aus dem Bereich Märchen. In meinen beiden Gruppen wurden dementsprechend eine Version von “Pinocchio” bzw. “Frau Holle” gespielt. Meine Güte, beides Märchen, die ich seit dem Kindergarten nicht mehr gehört hatte! Meine Arbeit begann mit der Verbesserung der Aussprache und ich war doch überrascht, wie gut sie es dahin schon konnten. War aber auch kein großes Wunder. Ihre Lehrerin ist so etwas wie eine gute Aussprache Fanatikerin, die bei jedem Fehler (für Chinesen ziemlich untypisch) sehr autoritär reagiert und zwanzigjährige Studenten auch mal zur Strafe in die Ecke stellt. Ich bin kein wirklicher Freund solcher Methoden, aber sie funktioniert und zwar so gut, dass ich feststellen muss, so eine relativ gute Aussprache noch nie vorher gehört zu haben. ;)

Natürlich gibt es immer wieder noch kleinere Fehler, die sich wohl nie abstellen lassen werden können, aber ich hatte ehrlich gesagt bei manchen Deutschen schon mehr Probleme sie zu verstehen, als es bei dieser Gruppe von taiwanischen Studenten der Fall war :)

Der spielerische Teil war auch nicht unbedingt schwer einzuüben, allerdings oft, sehr oft sogar. Es ist ziemlich interessant zu sehen, wie zurückhaltend anfangs auf der Bühne gespielt und wie es bei jedem weiteren Üben dann schrittweise lebhafter wird. Ich glaube, man muss die Taiwaner nur mal so richtig aus der Reserve locken, um sie mal ihre traditionelle Zurückhaltung kurzfristig vergessen zu lassen.

Und was soll ich sagen? Nach einem spannenden Wettbewerb von insgesamt sechs verschiedenen Gruppen hat “Pinocchio” doch tatsächlich gewonnen! Am Ende hat jeder irgendwie einen Preis bekommen, aber es kann halt nur einen Ersten geben. Das ist deshalb so wichtig, da der Sieger dieses Wettbewerbs zu einem weiteren Vergleich mit Deutschabteilungen anderer Universitäten fährt und jetzt ratet mal….auch diesen Vergleich entschied die “Pinocchio” Truppe für sich!! Eine ganz tolle Leistung für Studenten des ersten Jahrgangs finde ich und ich hoffe, dass ihnen dieser Erfolg weitere Motivation für das Lernen der deutschen Sprache gibt.

Fotos von der ganzen Veranstaltung gibt es hier zu sehen

Dieses war aber wie gesagt nur der erste Teil. Der zweite und weitaus schwierigere begann eigentlich schon vor knapp einem halben Jahr, als ich das erste Mal das Buch zum Theaterstück “Adam Geist” von Dea Loher las. Mich würde es wundern, wenn jemand das Stück jetzt spontan kennen würde, da es für Theaterverhältnisse eigentlich noch brandneu ist (Uraufführung 1998). Dieses Stück hat sich die Theaterklasse des dritten Jahrgangs der Deutschabteilung ausgesucht auf der Bühne zu spielen, knapp zwei Stunden, natürlich komplett auf Deutsch.

Ich habe im letzten Jahr bereits die Gelegenheit gehabt, eine anderes Theaterstück des damaligen Kurses besuchen zu dürfen und war schlichtweg begeistert von der tollen Leistung der Studenten, so dass ich mir für dieses Jahr fest vorgenommen hatte bei Bedarf mitzuhelfen.

So war ich dann auch jeden Samstag Morgen bei den Proben dabei, Aussprache korrigieren, Spielszenen erklären usw. Das Gute daran war, dass ich die meisten Leute schon vorher ganz gut kannte, da sie im gleichen Jahrgang wie Cindy sind (die übrigens auch im Theater mitspielte). Es war also immer ein relativ hoher Spaßfaktor dabei, obwohl das Theaterstück alles andere als eine Komödie ist.

Zum besseren Verständnis kann ich hier ja mal die Zusammenfassung des Stückes als Download bereitstellen. Über das Copyright brauche ich mir dieses Mal keine Gedanken machen, da ich das Dokument selbst geschrieben habe :)

Dea Loher – Adam Geist Zusammenfassung (PDF)

Oder hier mal ein kleiner Textauszug von Cindys Rolle

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Ganz schön heftig, oder? Dabei ist dieses eigentlich noch eine harmlose Variante des Originalstückes, welches wir unter keinen Umständen auf die Bühne hätte bringen können. Um es ehrlich zu sagen ist dieses Theaterstück äußerst provokativ, nicht jugendfrei, Gewalt verherrlichend und ausländerfeindlich, kurzum ein Spiegel unserer heutigen Gesellschaft, natürlich übertrieben fixiert auf nur eine einzige Person, aber in Ansätzen erschreckend real.

Die Frage war nun, ob es möglich sein würde, taiwanischen Deutschstudenten im dritten Jahr in die Lage zu versetzen, dieses Stück mit so einem Inhalt überzeugend auf die Bühne bringen zu können. Wieder einmal musste ich erkennen, dass das Ausdrücken von Gefühlen wie Wut, Trauer, Hass, Verzweiflung den Studenten in Taiwan viel größere Probleme bereitet als in Deutschland. Der Grund liegt einfach in der Erziehung und dem oftmals zitierten Gesicht bewahren in der Öffentlichkeit. Es hat daher schon einer Menge Überzeugung bedurft, bis es spielerisch auf einem überzeugendem Niveau war.

Dazu kam ja dann aber auch noch das ganze Drumherum. Bühnenbild, Kostüme, Licht, Ton, Plakate, Programmhefte, Einladungen und Sponsorensuche und wohlgemerkt, alles während des normalen Universitätsalltags und Nebenjobs. Letzten Endes waren dann die letzten paar Tage vor der Aufführung die anstrengensten mit stundenlangem Üben, Kostüm-, Licht- und Tonproben und irgendwo ging immer was schief oder wollte nicht so klappen wie erwartet.

Und dann kamen die beiden Abende der Aufführung, beide Male vor vollbesetzten Rängen (ausverkauft kann ich in diesem Fall nicht sagen, da die Aufführung kostenlos war) und alles klappte nahezu reibungslos!. Ich saß als Souffleur direkt hinter der Bühne und konnte also nur zuhören, aber ich hab mir sagen lassen, dass auch die spielerische Leistung aller Akteure sehr ordentlich und mitreißend war.

Maske

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Requisiten

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Die gesamte Crew

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Eigentlich schade, dass nun diese manchmal stressige, aber auf jeden Fall interessante und spaßige Zeit der Vorbereitung mit diesen jeweils knapp zweistündigen Auftritten an zwei Abenden ihr Ende genommen hat. Für alle Beteiligten, mich natürlich eingeschlossen, wird dieses dennoch eine lang bleibende Erinnerung bleiben mit der Gewissheit durch viel harte Arbeit wieder einmal etwas sehr Großes geleistet zu haben und wer weiß….falls mich im nächsten Jahr wieder jemand anrufen und um Hilfe fragen würde, wäre ich um ein zweites Mal bestimmt nicht abgeneigt.

Noch viel mehr Fotos gibt es natürlich

auf Cindy’s Website zu sehen.

Wo jia de mu lao hu

In letzter Zeit gibt es neben der Arbeit nicht wirklich viel Neues. Deswegen heute mal wieder ein bisschen Musik. Ich erinnere mich, dass ich vor einiger Zeit schon mal einen chinesischen Song im englischen Teil des Blogs präsentiert hatte. Das war damals ein Beispiel für die zahlreichen Sängerinnen hier in Taiwan, dieses Mal ist nun ein Sänger dran oder besser gesagt ein Rapper.

Chinesischer Rap? Für mich ist es immer noch schwer alles außer Englisch als wirklichen Rap zu akzeptieren, zum Beispiel finde ich deutschen Rap bis auf wenige Ausnahmen einfach nur furchtbar, vor allem wenn versucht wird den US-Stil nachzumachen. Auf Chinesisch funktioniert das komischerweise irgendwie besser, obwohl es jetzt unmöglich mit Englisch oder Deutsch zu vergleichen ist.

Aber dazu noch der Name. Der Name des Künstlers, den ich hier vorstelle ist MC Hot Dog. Das erste Mal, als den Namen hörte dachte ich, dass das eigentlich nur ein ganz ganz billiger Möchtegern Rapper mit einem noch billigeren Namen sein kann. Aber in Taiwan scheint in Sachen Musik fast alles möglich zu sein.

Das folgende Beispiel ist eher ein Spaßlied, als wirklicher Rap, aber ich finde dass das Lied ein ziemlicher Ohrwurm ist, nur zuletzt durch die sehr bekannte Melodie. Der Name ist “我家的母老虎”, was frei übersetzt so was wie “Mein Hausdrache” bedeutet, obwohl es auf Chinesisch eher der Haustiger ist. Eine komplette Übersetzung wäre interessant, aber dafür habe ich im Moment absolut keine Zeit. Viel Spaß.

http://www.youtube.com/watch?v=aHACfybxs64

Zurück im Alltag

Die schöne Ferienzeit ist jetzt leider vorbei, aber Arbeit kann ja auch so aussehen:

Allerdings sieht das jetzt entspannter aus, als es in Wirklichkeit ist. Obwohl der Heimarbeitsplatz so einige Vorteile mit sich bringt, bleibt am Ende doch nur das Eine übrig: Arbeit.

In dem Bild dreht es sich gerade um das Heraushören und Aufschreiben aller auf einer Präsentations- DVD gesprochenen Texte…auf Englisch…mit diesem grauenhaften texanischen Akzent…und Begriffen, die man in herkömmlichen Wörterbüchern nur mit sehr viel Glück findet, wenn überhaupt. Kurz gesagt, der Aufwand dabei ist sehr viel größer als beim normalen Übersetzen und wenn man sich so einige Sätze ungefähr 50 Mal anhören muss, dann ist es mit der entspannten Arbeitshaltung auch recht bald vorbei.

Zum Glück muss ich das nicht den ganzen Tag machen, denn mittlerweile hab ich in Sachen Arbeit unter der Woche doch eine recht schöne Abwechslung. Seit einigen Wochen unterrichte ich regelmäßig Deutsch an einer Sprachschule, natürlich mit einer weitaus geringeren Beteiligung als es bei Englisch der Fall ist, aber ich war ohnehin überrascht, dass es überhaupt neben Englisch und Japanisch noch Lehrmöglichkeiten auf Deutsch in Taipei gibt.

Darüberhinaus habe ich noch die privaten Nachhilfestunden, die mich mindestens zwei, drei Mal pro Woche in diverse Starbucks/Lavazza/Barista/irgendein anderes Café führen. In Taiwan sind ja Cafés nur allem Anschein nach zum Kaffee trinken da, sondern zählen eigentlich eher als erweiterte Studienzimmer oder Büros. Ich hab bisher noch kein Café in Taipei gesehen, welches nicht zu 90% mit lernenden Studenten oder Laptop bewaffneten Geschäftsleuten voll war.

Und dann sind ja noch die diversen Übersetzungen von ich glaube im Moment fünf verschiedenen Firmen, deren Aufträge dann und wann mal mehr, mal weniger kommen, meistens vermehrt immer dann, wenn ich sowieso keine Zeit habe…

Ach ja, fast vergessen. Chinesisch studiere ich natürlich auch noch, meistens in den ganz späten Abend- oder ganz frühen Morgenstunden. Lange Rede, kurzer Sinn: Ein Tag kann einem wirklich verdammt kurz vorkommen, wenn immer irgendwas zu erledigen ist und irgendwie niemals fertig wird. Lustigerweise war das letztes Jahr um diese Zeit genau so, ich erinnere mich da an sechs Wochen Arbeit am Stück ohne einen einzigen Tag frei zu haben.

Trotzdem kann ich ja nur darüber froh sein, ich musste neulich sogar ein interessantes Jobangebot wegen Zeitmangels ablehnen. Ich kann mich zwar beim besten Willen auch trotz sieben verschiedener Arbeitgeber nicht als Großverdiener bezeichnen, aber zum Leben in Taiwan reicht’s im Moment und bei steigendem Chinesischkönnen werden auch die Perspektiven immer besser….zumindest habe ich das besagte Jobangebot komplett mit Begründung auf Chinesisch abgesagt. ;)

Einfach nur Mist

Es ist ja kein Geheimnis, dass die englische Sprache weitaus einfacher zu verstehen ist als Deutsch. Bei schlechtem Wetter, was es in England und sogar in den USA ja durchaus häufiger geben soll, ist es sogar besonders gelungen seine gegenwärtige Stimmung mit der Wetterlage abzustimmen:

Bevor jetzt die Wörterbücher herausgeholt werden: Mist auf Englisch bedeutet nichts weiter als unser guter deutscher Sprühregen, der wo man immer nur höchstens alle 30 Sekunden den Scheibenwischer betätigen muss oder man macht sich die Wischerblätter kaputt. Oder der, der sich bevorzugt an grauen Novembertagen in der kalten Luft hält und damit buchstäblich an die Knochen geht oder einfach auf Englisch gesagt: Mist.

Wer sonst noch wissen möchte, wie denn die anderen Begriffe für alle möglichen Wetterlagen auf Englisch heißen oder generell beim Web surfen das Wetter im Blick behalten möchte, dem empfehle ich die Firefox Erweiterung Forecastfox, kostenlos erhältlich unter:

http://forecastfox.mozdev.org/

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